Apokalyptiker - Eine Reise in das historische Köln

Historische Arbeiten

Der große Schied

Welchen Einfluß hatte der große Schied auf die Entwicklung der Stadt Köln?

Jacob Burckhardt bezeichnet den Großen Schied von 1258 als: „…eines der wichtigsten politischen Denkmäler des deutschen Mittelalters…“
Allein die Tatsache, dass zwei der bedeutendsten Persönlichkeiten des Hochmittelalters: Konrad von Hochstaden und Albertus Magnus - die hier sinnbildlich für zwei herausragende Antipode stehen sollen: Magnus, der Gelehrte, für die Welt des Wissens und Hochstaden, der Machtpolitiker, für das Streben nach territorialer Herrschaft – beteiligt sind, zeigt seine Bedeutung.

Der Stricker. Traditionalist, Vordenker - ein Kind seiner Zeit?

Eine literatur-historische Analyse anhand des Epos Karl der Große

Dass die Figur Karls des Großen bis heute in so immensem Ausmaß im kulturellen Gedächtnis der westlichen Welt verankert ist, verdankt sie auch den zahlreichen schriftlichen Quellen des Mittelalters, in denen Leben und Wirken des ersten Frankenkaisers und Erben der Weströmischen Kaiser in den verschiedensten Formen, angefangen bei den chanson de geste, den französischen Heldenliedern, fixiert wurde.

Das Frauenbild Heinrich von Kleists in Leben und Werk

Emanzen, Amazonen - Opfer, Liebende?

Ernst Fischer merkt zu den Briefen Kleists an:“ Kleist war ein Dichter, der niemals abstrakte Ideen mit Gewändern auszustatten unternahm, sondern der stets erlebte Wirklichkeit gestaltete…doch immer stammten seine Gestalten aus eigenem Erlebnis und der geschichtlichen Problematik des Zeitalters.“ Wer sich mit dem Werk Heinrich von Kleists befasst, der kann sich nur schwer der charismatischen Charakteristik der von ihm entworfenen Frauenbilder entziehen.

Das Konzil von Konstanz (1414-1418)

Konziliarismus als Lösung für die causa unionis? unter besonderer Berücksichtigung des Dekretes HAEC SANCTA

Am 6. April 1415 wurde das Dekret Haec Sancta (lat.: "Diese heilige" Synode) im Zuge der Beschlüsse des Konzils zu Konstanz veröffentlicht. Sie soll eine der drängenden Fragen des Konzils, die Superioritätsfrage, beantworten. Wie steht es mit dem Primat des Papstes? Vor dem Hintergrund des zur Zeit des Konstanzer Konzils bereits seit 1378 herrschenden abendländischen Schismas, eine Frage von entschiedener Dringlichkeit, die zu beantworten
für die Beschlüsse des Konstanzer Konzils von entscheidender Bedeutung war.

Der literarische Salon

„Lesen ist Handeln von Menschen, die in der kognitiven Dimension des Lesens aus einem Text Sinn bilden […].“

Ein komplexer Vorgang auf eine einfache Formel herunter gebrochen. Phylogenetisch, also im Verhältnis zur Geschichte der Menschheit, ist das Lesen eine junge Fähigkeit. Neurobiologisch ist sie in jenen Gehirnregionen anzusiedeln, die sich „ […] zuvor für die visuellen pars-pro-toto-Funktionen, wie z.B. das Spurenlesen bei der Jagd […]“ entwickelten, also nicht zur „anthropologischen Grundausstattung“ des Menschen gehören.

Orpheus

Von der Liebe eines Sängers - Der Orpheus Mythos

Che farò senza Euridice.

Ach, ich habe sie verloren, all mein Glück ist nun dahin…Diese Worte legt der italienische Dichter und Librettist Ranieri Simone Francesco Maria de’
Calzabigi jenem Orfeo in den Mund, dem es gelingt seine bereits verloren geglaubte Gattin Euridice dem Tode zu entreißen. Es ist ein trügerisches Glück. Obwohl es ihm verboten ist, sie anzusehen, kann er sich nicht beherrschen. Und mit dem ersten Blickkontakt bricht Euridice erneut zusammen und scheint nun endgültig verloren.

Querelle des femmes

…und sey also ein Weib nur ein nothwendig Werckzeug/ dass der Mann/ zur Fortpflantzung seines Geschlechts haben müsste…

Diese Aussage, im Druck erschienen bereits im Jahre 1595, fand so reichen Widerhall, dass sich der lutherische Theologe Nikolaus Höppfner noch über einhundert Jahre später genötigt sah sich damit auseinanderzusetzen. Er weist in seiner 1700 erschienen Schrift Die neue böse Post mit der Erwähnung der ohne Angabe des Verfassers, Druckers,
Druckortes oder Verlegers erschienenen Disputatio Nova auf ein umfassendes, multidisziplinäres Phänomen der europäischen Kulturgeschichte hin: Die Querelle des Femmes.

Reichsverfassung

Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und die Märzrevolution 1848

Am 3. April 1849 trug die Kaiserdeputation der Frankfurter Nationalversammlung König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen die Kaiserkrone an. Die aus Frankfurt angereisten Abgeordneten mussten mir dem Lieferanteneingang vorlieb nehmen, um in das Berliner Stadtschloss zu gelangen und zum König vorgelassen zu werden. Am Ende lehnte der König ab. Ein stürmisches Jahr lag hinter den Versammelten. Das Wort Revolution! hatte Adel, Bürgertum und Proletariat eines in zahlreiche Kleinstaaten aufgeteiltes Volk aufgerüttelt.